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MuPro - Multiprofessionelle Teams in inklusiven Settings

Teil des Forschungsverbundes „Inklusive Bildungsforschung der frühen Kindheit als multidisziplinäre Herausforderung“

Projektlaufzeit: 01.06.2017 - 31.05.2020

Gefördert durch: Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur, aus den Fördermitteln des Niedersächsische Vorab 

Projektteam: Prof. Dr. Peter CloosFrauke GerstenbergIsabell Krähnert

 

Projektinformation:

Das Forschungsprojekt rekonstruiert auf der Datenbasis von Teamgesprächen das „doing Multiprofessionalität“ in Teams von Kindertageseinrichtungen. Es fragt danach, wie im Zusammenspiel von institutionalisierten Normen und habituellen Orientierungen Multiprofessionalität sowie das Verständnis inklusiver Arbeit in Teamgesprächen im sprachlichen Vollzug hergestellt wird.

Fragestellung und Ziel des Vorhabens

Multiprofessionelle Teamarbeit wird als Standard inklusiv arbeitender Kindertageseinrichtungen definiert (Heimlich/Behr 2006). Jedoch ist empirisch wenig bekannt, wie Multiprofessionalität in inklusiv arbeitenden Kitas hergestellt wird: wie also in der Grenzarbeit entlang institutionalisierter Normen und habitueller Orientierungen Zuständigkeiten, Aufgabenbereiche und Deutungen verhandelt und Perspektiven auf kindbezogene Gemeinsamkeiten und Differenzen in heterogenen Kindergruppen entworfen werden. Ziel der Studie ist, Möglichkeitsräume transprofessioneller reflexiver Verständigung, über professionelle Abgrenzungen und professionsbezogene Perspektiven auf Kinder aufzuzeigen.

In mehreren Akquise- und Erhebungsphasen werden Teamgespräche in inklusiv arbeitenden Kitas erhoben. Die Samplebildung orientiert sich hierbei am Konzept des theoretical sampling (Strauss 1994). Ziel ist, ein breites Spektrum multiprofessionell zusammengesetzter Teams bei div. Trägern in verschiedenen inklusiven Einrichtungssettings mit differierenden Zielgruppen zu untersuchen. Es werden in 10 Einrichtungen 20 Teamgespräche erhoben. Die Auswertung folgt dem in dem von PRO*Niedersachsen geförderten Forschungsprojekt („Fallarbeit und Fallperspektiven“) entwickelten gesprächsanalytischen Vorgehen (Gerstenberg 2015, 2016). In Teamsitzungen können Sprechakte in ihrer Aufeinanderfolge als Adressierungsgeschehen rekonstruiert werden (Gerstenberg 2014). In diesem Sinne werden sie als (berufsfeld- )spezifische Vollzugsräume aufgefasst, in denen abgebildet wird, wie Übereinstimmungen und Inkongruenzen von (Identitäts-)Normen und habituellen Orientierungen verhandelt werden (Bohnsack 2014:46ff.), wie Multiprofessionalität und Inklusion ins Verhältnis gesetzt werden und wie entlang dieser Übereinstimmungen und Inkongruenzen ein Doing difference (Fenstermaker/West 2002) im Hinblick auf Kinder und ihre Familien erfolgt.