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Museen „inklusiv“ gestalten: Wissenschaftliche Evaluation von Maßnahmen für eine barrierefreie Museumsgestaltung am Beispiel der neueröffneten Dauerausstellung „Museum der Sinne. Kultur- und Erdgeschichte barrierefrei erleben!“ im RPM Hildesheim

Projektverantwortliche:

Prof. Dr. Kristian Folta-Schoofs (AG Neurodidaktik, Universität Hildesheim)

Prof. Dr. Regine Schulz (Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim)

Dr. Marion Hesse (AG Neurodidaktik, Universität Hildesheim)

Projektlaufzeit: April 2015 bis Juni 2016

Förderung: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK)

 

In Deutschland ist es für Menschen mit Behinderung – trotz vieler positiver Entwicklungen und umfangreicher politischer Maßnahmen zur Gewährleistung von Barrierefreiheit – nach wie vor schwierig, ein selbstbestimmtes und „inklusives“ Leben zu führen. Insbesondere eine eigenständige kulturelle Teilhabe bleibt Menschen mit Behinderung immer noch weitestgehend verwehrt. Daher zählt die Umsetzung von „kultureller Inklusion“ und „selbstbestimmter Teilhabe“ an Kulturangeboten zu den in den kommenden Jahren dringend zu lösenden gesellschaftspolitischen Aufgaben. Die im März 2014 eröffnete Dauerausstellung „Museum der Sinne. Kultur- und Erdgeschichte barrierefrei erleben!“ des Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim kann als ein wichtiger Schritt in diese Richtung gesehen werden.

Die barrierefreie Ausstellung lädt Besucher dazu ein, Kultur- und Erdgeschichte auf multisensorische und interaktive Weise selbständig zu „erfassen“: tastbare originalgetreue Repliken, interaktive Installationen, taktile Karten, ein an die Bedürfnisse von Sehbehinderten und Blinden angepasster Audioguide, Filme in Gebärdensprache für Gehörlose, rollstuhlgerechte Durchgänge und adäquate Greif- und Sichthöhen, Texte in Braille- und Großschrift sowie in Leichter Sprache machen die Ausstellung für Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam entdeck- und erfahrbar.

Das Ausstellungsprojekt wurde von den ersten Planungen an durch den eigens initiierten „Runden Tisch“ mit Vertreterinnen und Vertretern der unterschiedlichen lokalen und regionalen Behindertenvereine und -verbände beratend begleitet. Finanziell wurde die Umsetzung vor allem durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, aber auch durch lokale Stiftungen unterstützt.

Im Rahmen unsres Forschungsprojektes soll nach Fertigstellung der Ausstellung und mit der finanziellen Unterstützung durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur das Besucherinteresse und Nutzungsverhalten sowie die Akzeptanz der „inklusiven“ Dauerausstellung umfassend evaluiert werden. Unser Projekt bietet die einmalige Gelegenheit, ein richtungsweisendes und für die deutsche Kulturlandschaft bislang einzigartiges Ausstellungsprojekt einer umfassenden wissenschaftlichen Prüfung und Bewertung zu unterziehen, um auf Basis der erhobenen Daten gezielte Hilfestellungen und Anleitungen für Inklusionsprojekte an Museen ableiten und bereitstellen zu können.