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Fallarbeit und Fallperspektiven. Eine komparative Analyse von Gemeinsamkeiten und Unterschieden kindheitspädagogischer Handlungsfelder

 

Laufzeit: Oktober 2014 bis März 2017

Projektart: Gefördert im Rahmen des Förderprogramms PRO*Niedersachsen.

Projektteam: Prof. Dr. Peter Cloos, Frauke Gerstenberg, Anika Göbel, Isabell Krähnert

Inhalt:

In Niedersachsen ist auch jenseits des Ausbaus der Betreuung von Kindern unter drei Jahren eine dynamische Entwicklung des kindheitspädagogischen Professionsfeldes zu beobachten. Frühkindliche Bildung und Entwicklung wird in Niedersachsen als ein wesentlicher Teil (bildungs-)politischer Gestaltung betrachtet. Professionsentwicklung wird hier durch eine breite Förderung der Frühkindlichen Bildung und Entwicklung in Theorie, Praxis und Forschung vorangebracht. Dabei lässt sich zum einen eine Ausdifferenzierung kindheitspädagogischer Handlungsfelder beobachten. Zum anderen reklamiert Kindheitspädagogik zunehmend deutlich eine Zuständigkeit in Forschung und Theoriebildung für dieses sich ausweitende Spektrum an Handlungsfeldern. Offen bleibt allerdings, ob sich innerhalb dieser dynamischen Entwicklung ein gemeinsamer professioneller Kern identifizieren lässt, mit anderen Worten, ob sich so etwas wie eine kindheitspädagogische Profession herausbildet.

Dieser Frage will das Forschungsprojekt nachgehen, indem es die Fallarbeit als professionelle Kernaktivität in unterschiedlichen kindheitspädagogischen Handlungsfeldern untersucht. Angedacht ist ein kontrastierender Vergleich von Kindertageseinrichtungen (inklusive Krippe, Hort und dem sich angrenzenden Feld der Familienzentren) mit Projekten der Frühen Hilfen, Ganztagsschulen und der Freizeit- und Kulturarbeit mit Kindern. Mithilfe von aufgezeichneten Teamsitzungen in diesen Handlungsfeldern können dann Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den professions- und fallbezogenen Perspektiven aufgezeigt werden. Zu untersuchen ist, welche Themen überhaupt zum Fall von Teamarbeit werden, welche Perspektiven mit Bezug auf welche Sinnquellen dabei auf Fälle konstruiert, welche Diagnosen dabei erstellt und welche weiteren Kernaktivitäten an die Diagnosen angeschlossen werden. Über die Rekonstruktion der Fallarbeit wird es möglich zu untersuchen, wie im Rahmen Fallarbeit der Gegenstand der kindheitspädagogischen Arbeit entworfen, wie Kinder und ihre Familien in diesem Feld positioniert werden und welchem Mandat professioneller Arbeit dabei gefolgt wird.

Vor dem Hintergrund, dass die Konturen einer kindheitspädagogischen Professionsforschung kaum erschlossen sind, leistet das Forschungsprojekt einen wichtigen Beitrag zu ihrer Weiterentwicklung. Die besondere Innovation des Forschungsprojektes stellt eine komparative, handlungsfeldvergleichende Perspektive dar, die durch minimale und maximale Vergleiche den professionellen Kern einer Kindheitspädagogik sowie die Unterschiede innerhalb der Handlungsfelder herausarbeiten will. Das Projekt knüpft an professionstheoretisch verankerte qualitative Forschungsstrategien innerhalb der Erziehungswissenschaft an.